Spendenaufruf für die Christen (Vergesst uns nicht!) im Irak

Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freunde der syrischen Christen und des Mar Gabriel Vereins,

Mehr als hunderttausend Christen im Irak sind mit brachialer Gewalt von der Terrormiliz Islamischer Staat vertrieben worden. Andere haben nach und nach ihren Besitz verloren, ihr Geld, ihre Dokumente und Pässe. Ihre Häuser wurden besetzt - dies alles aus einem einzigen Grund, weil sie Christen sind. Die Christen im Irak haben einen tödlichen Schlag erhalten, mitten ins Leben, mitten in die Existenz hinein.

Die Kirchen sind verwüstet und entweiht. Bischöfe, Priester und Nonnen mussten fliehen und haben ihre Klöster und Einrichtungen verlassen und alles, was sie hatten, dort zurückgelassen. Die christlichen Familien sind mit ihren Kindern geflohen, ohne auch nur irgendetwas mitnehmen zu können.

Im Irak sind Zehntausende weiterhin auf der Flucht vor den Angriffen der Islamisten-Miliz "Islamischer Staat". Bis heute gibt es keine auch nur entfernt konkrete und absehbare Lösung für die Probleme, vor denen die Christen stehen und die Welt immer noch nicht so recht die Dramatik der Lage erkannt hat.

Es hat die zweite Phase der Säuberung begonnen: Die Familien, die aus ihrer Heimat geflohen sind, versuchen nun, in alle Welt auszuwandern, sich eine neue Heimat zu suchen. Es droht sich die Geschichte, das Erbe und die Identität dieser Menschen und der ganzen Region zu verflüchtigen. Diese Vertreibung und Auswanderung hat Auswirkungen auf die Christen und auch auf die Muslime. Dem Irak geht unwiderruflich ein lebenswichtiger Teil seiner Gesellschaft und seiner Kultur verloren - der christliche Teil. Es verschwindet damit ein Stück der ureigenen Tradition dieser Region. Auch der Kölner Orientalist Navid Kermani „Da geht jetzt eine Welt unter. Da wird künftig eine andere Welt sein, aber nicht mehr die von vorher. Im Nahen Osten wird die multikulturelle Vielfalt erlöschen. Und wenn diese Flamme einmal erloschen ist, wird man sie nicht mehr beleben können.“

Auch die muslimische Gemeinschaft scheint die Christen vergessen zu haben - was ihre Repräsentanten zu den barbarischen Akten gegen das Leben, die Würde und die Freiheit der Christen im Namen ihrer Religion gesagt haben, war nicht das, was die Christen erhofft haben. Sie müssten doch wissen, wie sehr sich die Christen für dieses Land eingesetzt haben, wie sie in einer islamisch geprägten Gesellschaft selbstverständlich in Partnerschaft mit ihren muslimischen Schwestern und Brüdern gelebt haben. Diese eindringlichen Sätze der Patriarchen der syrischen Kirchen im Nahen Osten bewegen uns zum folgenden Spendenaufruf:

Wir möchten gezielt einzelne Familien die Ihr Haus Hab und Gut verloren haben durch Patenschaften unterstützen. Außerdem Erhielten wir konkrete Bitten zu Einzelschicksalen, z.B. die Notlage einer Frau der ein Bein amputiert werden musste, weil durch die Strapazen der Flucht aus Mosul ein Krebsgeschwür ausartete.

Wir werden Ihre Spende direkt dem Erzbischof von Mosul, Mar Nikodimus Dawud Matta Sharaf am 15.09.2014 bei der Fachveranstaltung in der Katholischen Akademie Hamburg überreichen, der Ihre Spende in Ihrem Sinne und auch zweckgebunden schnell und direkt weiter leiten wird. Unser Spendenkonto lautet wie folgt:

Vorstand: 1. Vorsitzender Fehmi Aykurt, 2. Vorsitzender Nabil Moser, Schatzmeisterin Frau Kottwitz
Bankverbindung: Haspa, IBAN – Nr.: DE6120050550 1288122268, BIC: HASPDEHHXXX

Neuigkeiten

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien wurde durch die traurige Nachricht über das Entschlafen Seiner Heiligkeit Moran Mor Ignatius Zakka I. Iwas erschüttert. Der herbe Verlust des geistigen Vaters erfüllt die Herzen aller Gläubigen mit großer Trauer und tiefster Bestürzung.

Am Montag, 31.3.2014, gegen 10:30, im Kloster Mor Jakob Burd’ono in Beirut, wählte die Heilige Synode der syrisch-orthodoxen Kirche den Erzbischof Mor Kyrillos Aphrem Kerim von den USA als neuer Patriarch auf dem Stuhl des heiligen Petrus von Antiochien.

Patriarch Ephräm II. Karim

Patriarch Ephräm II. Karim



Spendenaufruf für syrische Christen

Vor den Augen der Weltöffentlichkeit ereignet sich in Syrien ein Krieg, der täglich mehr Blut, Leid und Elend fordert. Christen sind unverschuldet die Hauptleidtragenden und stehen zwischen allen Fronten dieses brutalen Kampfes. Sie schlagen sich weder auf die Seite der Regierung, noch auf die der islamistischen Rebellen. Hunderttausende von ihnen sind derzeit auf der Flucht, fast eine halbe Million bereits geflüchtet. Ihre Situation ist in den Medien kaum präsent, obwohl etwa zehn Prozent der Syrer Christen sind. Nun droht den Christen in Syrien, das nach Ägypten den zweithöchsten christlichen Bevölkerungsanteil im Nahen Osten aufweist, ein Exodus ungekannten Ausmaßes.

Mit Ihrer Hilfe setzt sich der Mar Gabriel Verein dafür ein, dass das Leben, der Lebensunterhalt und die Freiheit der Christen in Syrien in einem bestimmten Umfang gesichert werden. Der Verbleib der Christen in ihrer angestammten Heimat oder zumindest ihre sichere Rückkehr nach Syrien ist zu ermöglichen. Unmittelbar für Notunterkünfte, Nothilfe kriegsgeschädigter Familien, Medikamente und Lebensmittel, der direkten Unterstützung mittelloser christlicher Flüchtlinge in- und außerhalb Syriens sowie den Wiederaufbau sozialer und kirchlicher Einrichtungen sind Ihre Spenden vorgesehen. Setzen Sie ein vorweihnachtliches Zeichen der Solidarität.

Tragen auch Sie dazu bei, dass christliches Leben in Syrien fortbesteht. Wir haben Vereinsfreunde die zurzeit in Damaskus arbeiten und leben. Am 23. August 2013 im Rahmen einer Vorstandssitzung des Mar Gabriel Vereins und ihres Besuches in Deutschland haben sie uns ausführlich über die Verfolgung, Entführungen, Tötungen, Nöte und Sorgen der Christen berichtet. Die Felder und Gärten können nicht bestellt werden, so dass teilweise Gemüsegärten auf Verkehrsinsel angelegt werden. Lebensmittel sind aus Kostengründen für normale Burger nicht mehr zu haben. Die christlichen Orte werden blind mit Raketen beschossen und von Christen gesäubert oder als Geisel genommen. Der christliche Ort Sadat mit 15000 syrischen Christen (bis jetzt mit 45 Toten und 2500 geflüchtete Familien) wurde seit dem 21.10.2013 von Kämpfern der „al Nusra-Front“ und das „Islamischen Staat in Irak u. Syrien“ überfallen, eingeschlossen und die Menschen als Geiseln gehalten. Der Patriarch, Oberhaupt der Syrisch-Orthodoxen Kirche, hat zu einem dreitägigen Fasten und Beten ab dem 31.10.2013 für die eingeschlossenen Christen und für Frieden im Nahen Osten aufgerufen. Ihre Spende möchten wir direkt über unsere Freunde an die bedürftigen und Notleidenden Christen u. a. in Damaskus und anderen Teile Syriens weiter leiten.

Richten Sie Ihre Spende an den Mar Gabriel-Verein mit dem Stichwort „für die Christen in Syrien“.

Vorstand: 1. Vorsitzender Fehmi Aykurt, 2. Vorsitzender Nabil Moser, Schatzmeisterin Frau Kottwitz

Bankverbindung:
Hamburger Sparkasse, Kontonummer 1288122268, BLZ 200 505 50


Anschrift: An der Glinder Au 13a, 22115 Hamburg, Tel.: 040/651 59 36


Einblicke


Gewinnen sie einen Einblick und einen Eindruck vom Leben der syrischen Christen in ihrer Heimat und der Diaspora. Erfahren sie mehr über die syrische Sprache und nutzen Sie die Literaturempfehlungen um noch mehr über die gegenwärtige Situation der syrischen Christen, ihre Geschichte und ihren Glauben zu erfahren. Lesen und hören sie das Vater Unser in der Sprache die Jesus gesprochen hat, in Aramäisch (Syrisch).

Das Mitteilungsblatt des Mar Gabriel-Verein erscheint jährlich und liefert Informationen über die gegenwärtige Situation der syrischen Christen. Nutzen Sie die Online Ausgabe um die für sie interessanten Artikel auszusuchen und zu studieren. Als Mitglied des Mar Gabriel-Verein erhalten sie das Mittelungsblatt jährlich zugesandt.

Mitteilungsblatt


Der Mar Gabriel-Verein


Der Mar Gabriel-Verein will dazu beitragen, daß den syrischen Christen, deren Fortbestand im Voderen Orient unter politischem und wirtschaftlichem Druck zunehmend gefährdet ist, geholfen wird, ihre Identität sowohl in der islamischen Welt als auch in den westlichen Aufnahmeländern zu wahren. Dabei hat die Unterstützung "vor Ort", d.h. in den Herkunftsländern genauso ihren Stellenwert wie die Arbeit hier in Deutschland. Gefragt ist vor allem Öffentlichkeitsarbeit, um die Anliegen der syrischen Christen bekannt zu machen. Der Mar Gabriel Verein führt daher Informationsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden und Bildungsinstitutionen durch, stellt Kontakte zu Politkern, Wissenschaftlern und Menschenrechtsorganisationen her.

 

 

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Aktualisiert am:
Samstag, 09. November 2013